Rückblick

Das Mut gegen Rechts Festival 2021 fand am 09.07.2021 statt und stand unter dem Leitthema „Koloniales Erbe begreifen – Rassismuskritisch Handeln lernen“. Neben den Vorträgen von Hatice Avci „Rassismuskritisches Denken und Handeln im Alltag & Beruf“ und Tschamala Schweizer „Postkoloniale und machtkritische Zukunftsgestaltung“ gab es 2022 auch wieder ein Musikprogramm am Abend. Es traten Spoon and the Forkestra (Indie-Rock), Mia Morgan (Gruft-Pop) und Amewu (Hip-Hop) auf.
Das Mut gegen Rechts Festival 2021 fand am 10. und 11.07.2021 statt und stand unter dem Leitthema „Soziale Ungerechtigkeit“, wir haben uns mit den gesellschaftlichen Themen Wohnungslosigkeit, Geschlechterungerechtigkeit, Klimagerechtigkeit, Inklusion und Teilhabe beschäftigt. Anders als in den Jahren zuvor haben wir ein Programm über zwei Tage gestaltet. Auf dem Akademiehof haben wir über zwei Tage ein bunten Programm gestaltet. Unser Fokus lag auf der Vernetzung mit anderen politischen Gruppen. Mit dabei waren Trottwar, Bunt fürs Leben, Migrantifa Stuttgart, Arrival Aid, Tragwerk, Selbstvertretung wohnungsloser Menschen e.V. und andere. Auf unserer Vortragsbühne gab es Vorträge zu Antiziganismus von Taisiya Schumacher zu Ableismus, Disability Pride mit Andrea Schöne und zu Wohnungslosigkeit von Niko Tissen von Trottwar. Der Samstag endete mit einer spannenden Lesung von Richars Brox aus seinem Buch „Kein Dach über dem Leben“. Der Programmhöhepunkt war eine Podiumsdiskussion am Sontnag zu Perpektiven einer gerechter Welt mit verschiedenen Stimmen der teilnehmenden Initiativen. Musikalisch gab es auch ein begleitendes Programm: Am Samstag eröffnete die Netzwerkerband des psychosozialen Netzwerkes Ludwigsburg, danach folgte Singer-Songwrighterin Exantheo. Am Sonntag spielte Gramoquai, Sharon und Strom und Wasser.
Im Jahr 2020 musste das Mut gegen Rechts Festival leider aufgrund der akuten pandemischen Situation ausfallen.
Am 6. Juli fand das Mut gegen Rechts Festival bei besten Wetter auf dem Campus der Goethestraße statt. Das Motto war “Gemeinsam für eine solidarisches Miteinander”. Unsere Solidarität kennt dabei keine Staatsgrenzen. Sie orientiert sich am Ziel einer freien Gesellschaft. Unsere Unterstützung gilt all denjenigen, die von Unterdrückung, Ausbeutung und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit betroffen sind oder sich wie wir lautstark dagegen positionieren. Im Vorfeld des Festivals fanden die “Wochen der Solidarität” statt. Dabei haben wir versucht uns mit anderen Gruppen und Zentren in und um Ludwigsburg zu vernetzen und gemeinsam verschiedene Veranstaltungen zu organisieren. Mit dabei war unter anderem das DemoZ mit einer Freiraum Ausstellung, das Bündnis “Bunt fürs Leben” mit einem Themenabend zur Solidarität und einem Vortrag von Leuchtlinien zur Beratung für Betroffene von rechter Gewalt in Baden-Württemberg. Am Tag des Festivals wurde auf die Situation der Seenotrettung im Mittelmeer von Mission Lifeline aufmerksam gemacht. Später gab es einen Vortrag über “Obdachlosenhass und Sozialdarwinismus”. Zwischen den Bands gab es Kurzinputs, zB. zu den Themen “bewusster Sprachgebrauch” oder “rechte Verstrickungen und Inhalte”. Die Musikbeiträge kamen von Bikini Beach, Finna, Juse Ju und Kochkraft durch KMA.
Das Mut gegen Rechts Festival fand am 14. Juli auf dem Campus des Goethe Gymnasiums statt. Wir wollten in diesem Jahr den Rechtsruck thematisieren und uns für mehr Zivilcourage für Geflüchtete einsetzen. Es gab Vorträge zu Feminismus/alltäglichem Sexismus und über die Seenotrettung im Mittelmeer von Mission Lifeline. Durch verschiedene Infostände mehrerer Gruppen gab es die Möglichkeit sich untereinander zu vernetzen und auszutauschen. Es spielten die Bands Band Kuballa, Planet Watson, Dreiblatt und Hell and Back.
Im Jahr 2016/17 beschäftigten wir uns viel mit den rechten Umtrieben im Krauthof Ludwigsburg und dessen Gegenprotest. Immer wieder kam es im Krauthof zu Veranstaltungen des extrem rechten Erfurter Flügels der AfD mit Besuch von Höcke. Auch Reichsbürger trafen sich dort regelmäßig. Außerdem entstand in diesem Jahr unser Watchblog, auf dem wir bis heute regelmäßig über Aktivitäten und Akteur*innen der rechten Szene im Kreis Ludwigsburg informieren. Das Festival selbst fand am 15. Juli auf dem Akademiehof statt. Ein Demonstrationszug startete am Ludwigsburger Bahnhof und endete auf dem Festivalgelände. Das Thema des Festivals war in diesem Jahr “Flucht”. Dazu gab es Redebeiträge von “Sea-Watch” und dem Arbeitskreis-Asyl. Musikbeiträge gab es von Chaoze One, Spicy Roots, Panajah, Xylospongium und Körpa Klauz.
Das “Rock gegen Rechts” – Festival musste in diesem Jahr abgesagt werden, da es von der Stadtverwaltung keinen passenden Platz zugewiesen bekommen hat. Aufgrund des großen medialen Interesses konnte letztendlich doch noch ein Platz auf dem Ehrenhof neben dem Scala gefunden werden und das Festival unter dem neuen Namen “Mut gegen Rechts” stattfinden. Nachmittags gab es Workshops und Vorträge zu immer noch aktuellen Themen wie z.B. “Aufklärung gegen Verschwörungstheorien“, „Argumentationsworkshop gegen Rechts” oder “Rechtsruck in Deutschland und Österreich”. Am frühen Abend las die Auschwitz- Überlebende Esther Bejarano aus ihrem Buch „Erinnerungen – Vom Mädchenorchester in Auschwitz zur Rap-Band gegen Rechts“ und eröffnete gemeinsam mit der Band Microphone Mafia den musikalischen Teil. Anschließend spielten Urban Pirate Soundsystem.
Das Rock gegen Rechts-Festival fand am 18.07.2015 nach einjähriger Pause erstmals auf dem Campus beim Goethe Gymnasium statt. Als Auftakt des Festivals gab es eine bunte Demonstration durch die Innenstadt mit ca. 100 Teilnehmer*innen. Auf dem anschließenden Festivalgelände waren es bis zum Abend 200 Teilnehmer*innen. In mehreren Redebeiträgen nahmen das Rock-gegen-Rechts-Bündnis, die Linksjugend Solid, der AK Asyl Ludwigsburg und das Libertäre Bündnis Ludwigsburg (LB)² Stellung gegen Nazis, rassistische Asylgesetzgebung und Diskriminierung. Außerdem wurde auf die Notwendigkeit einer antifaschistischen Organisierung, ziviler Ungehorsam sowie die Reflexion der eigenen unterbewussten diskriminierenden Bilder, Einstellungen und Verhaltensweisen aufmerksam gemacht. Schon im Vorfeld des “Rock gegen Rechts” gab es verschiedene thematisch passende Veranstaltungen. Im Mai gab es den Vortrag “Der 2. Weltkrieg aus antifaschistischer Sicht” von Janka Kluge (VVN-BdA); Im Juli folgten dann die Veranstaltungen “Blood&Honour: Geschichte und Gegenwart des rechtsradikalen Netzwerks in Ba-Wü” sowie “Menschenverachtende Einstellungen und rechtes Weltbild – Eine Einführung” statt. Mit zeitweise bis zu 150 Besucher*innen verlief das seit langer Zeit erste Antirassistische Fußballtunier in Ludwigsburg Anfang Juli äußerst erfolgreich.